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Lackierung mit VOSS G8-Super

Dieses Thema im Forum "Lackierung" wurde erstellt von Speedster, 14. Oktober 2016.

  1. Speedster

    Speedster Mitglied

    Update:

    Heut4 konnte ich meinen bestellten Lack in Empfang nehmen. (y)
    1l VOSS G8-Super
    500 ml VOSS PU-Verdünnung
    20161014_202458[1].jpg

    Warum G8?

    Die Wahl des Bootslackes hat mich lange bewegt, war auch mit einer der Hauptgründe warum ich beim Bau des Bootes eine Sommerpause eingelegt habe.

    Grundlegend habe ich mich auf die Tipps der 152VO-Szene verlassen und mich auf Lacke des Herstellers VOSS-Chemie konzentriert.
    Nun hatte ich 2 Lacke zur Auswahl VOSS G4 und G8.
    Beide Lacke weisen eine sehr kratzfeste Oberfläche auf und versprechen spiegelnden Glanz jedoch ist G4 nicht UV beständig und vergilbt dadurch nach einiger Zeit etwas gelblich. Auch dass G4 auf "echten" Booten als Grundierung und nicht als Decklack eingesetzt, was auch an der honigartigen Viskosität liegen mag, die die Verarbeitung auf unseren relativ kleinen Flächen erschwert. Stichwort Farbverlauf.

    Lackauftrag (Innenseite)

    Geplant sind 7-10 Lackschichten je nachdem wie Schichtstärke der verdünnten Anstriche ausfällt.
    Die esten 2 Schichten werden mit 50% PU-Verdünnung, die 3. und 4. mit 25% gestrichen. Damit sollte das Holz vollgesogen sein und mit den letzten 3-6 Schichten wird eine geschlossenen wasserabweisende Innenfläche geschaffen. Wichtig ist, dass Ihr nur den passenden Verdünner ebenfalls von VOSS nehmt, alle anderen Verdünnungen trennen sich sofort wieder ab. (Lack unten, Verdünner oben)

    Auf der Außenseite möchte ich ähnlich vorgehen, alserdings den Anteil der verdünnten Reduzieren das das Holz von innen her schon ziemlich gefüllt sein dürfte.

    Wichtig!: nach jedem vollständig getrocknetem Lackkiergang werden die Unebenheiten im Lack glattgeschliffen um eine ebene spiegelglatte Fläche zu erhalten.


    Jetzt noch ein paar Infos zum Lack:

    G8 ist ein Einkomponenten-Polyurethan-Klarlack. Lösemittelhaltig. Das heißt der Lack härtet rein physikalisch durch Verdunsten des Lösemittels aus. Das Ergebnis ist PU- ein Kunststoff wie Ihn jeder aus dem Alltag kennt. Das Holz des Bootes wird somit plastifiziert und ist absolut Wasserdicht!

    Der Bezug von G8 gestaltet sich allerdings etwas schwierig, da G4 und G8 nur an gewerbliche Verkäufer mit Gewerbenachweis abgegeben werden. Meine Erfahrung zeigt aber, dass der Bezug aus dem Internet problemlos ist. Ich habe meinen Lack bei www.yachtshop24.com bestellt (Links ganz unten)

    G8 Lack: Vosschemie / Yachtcare G8-Super
    passende Verdünnung: Vosschemie / Yachtcare PU-Thinner

    Ich würde mich auch über eine Rückmeldung über die Schreibweise freuen. Mehr/Weniger Text? Aussagekräftige Bilder? Mehr Details? :)
     
  2. KaLeu

    KaLeu Aktives Mitglied

    hallo speedster, bist du mit der internetadresse verbandelt ? es geht mir um g8 + verdünner, bitte mal melden, danke !

    ich meine die www.152vo.de
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Januar 2017
  3. grosskranfan

    grosskranfan Mitglied

    das stimmt so pauschal nicht. richtig ist:
    1. Vosschemie selbst gibt grundsätzlich nur an die von dir genannte Zielgruppe ab
    2. einige Wiederverkäufer geben grundsätzlich nur an gewerbliche Verbraucher ab
    3. es gibt leider nicht sehr viele Wiederverkäufer für Vosschemie im Netz
    3. unter den wenigen aus Punkt 3. befinden sich nicht sehr viele, die an private Endkunden verkaufen

    Warum das so ist, ist mir nicht erseichtlich, es gibt jedenfalls keine im Produkt liegenden Grüde dafür
     
  4. KaLeu

    KaLeu Aktives Mitglied

    mir geht es um eine geringere menge g8 und verdünner. für einen 80cm rumpf brauche ich keinen liter lack und verdünner...... 100ml g8 und 50ml verdünner würden mir reichen.......
     
  5. grosskranfan

    grosskranfan Mitglied

    Nein, würde dir nicht reichen ;) Jedenfalls dann nicht, wenn du den klassischen Aufbau machst:
    G8 wird üblicher weise in 3 Schichten aufgetragen:
    1. in 1:2 Verdünnung, d.h 1 Teil G8, 2 Teile PU-Verdünner
    2. in 1:1 Verdünnung
    3. gerade so stark verdünnt, dass das G8 gut streichfähig ist.

    außerdem brauchst du den PU-Verdünner um zwischendurch deine Werkzeuge zu reinigen - immerhin beträgt die Wartezeit zwischen zwei Anstrichen ca. 3 - 4h
     
  6. KaLeu

    KaLeu Aktives Mitglied

    jou, volker, glaube du hast recht ! eigentlich will ich ja mit dem gemisch 1:1 das holz innen u. außen einstreichen, damit es plastiniert.
    den nächsten auftrag will ich schon mit pu parkettversiegelung machen mit +-30% verdünnung.

    die beplankung ist 1,4mm stark (dünn) !
     
  7. hansemann

    hansemann Alter Bekannter Ehrenmitglied

    Hallo

    Es ist interessant zu erfahren, welcher Aufwand getrieben werden muss,
    um ein Fahrmodell dicht zu bekommen,
    Da wird ja aus einem Holzmodell beinah ein Plastmodell, oder wie man in der
    Fachsprache sagt, ein plastiziertes Holzmodell. Das Holz kann nicht mehr seiner
    natürlichen Funktion, dem atmen, nachgehen.
    Ich kann mich noch an Farb-Lackaufträge , ohne diese Chemie, auf Schiffsmodellen
    (vor ca, 50 Jahren) erinnern, waren auch dicht. Mussten zwar öfter wieder mal abgeschliffen
    und neu lackiert werden, aber das ist eben beim Modellbau so.
    Jedenfalls blieb die innere Struktur des Holzes erhalten
    Ja, wie man sieht geht die Entwicklung auch in dieser Sicht immer weiter.
    Ich finde daher den Bau von Standmodellen interessant. Hier kann man mit Lasuren arbeiten,
    wobei Holz gleich Holz bleibt.
    Ich möchte keine Kritik an der heutigen Verfahrensweise üben, nur meine Meinung zu einem Holzmodell
    sagen.

    Viele Grüße
    Hans
     
  8. KaLeu

    KaLeu Aktives Mitglied

    hans, das ist und bleibt holz ! nur das wird in seiner struktur gefestigt, d.h. es kann nicht mehr "gehen" . bei meiner segelyacht, die ich in den 80er jahren gebaut habe, "gehen " die planken immer noch, obwohl ich mit glas und polyester überzogen habe und eine super- lackierung drauf habe. nach einer gewissen zeit sieht man im gegenlicht immer wieder die planken, kaum, abe ich sehe sie.
    wenn ich damals das mit polyurethan getränkt hätte, würde das nicht mehr passieren.
     
  9. grosskranfan

    grosskranfan Mitglied

    Es "muss" keineswegs so gemacht werden, wie hier beschrieben, der geneigte modellbauer kann sich nach wie vor dafür entscheikden, das "so wie früher" zu machen.
    Nur: ich behaupte mal, auf die hier beschriebene Weise ist es einfacher (zumindest für den Einsteiger/ noch nicht ganz so Fortgeschrittenen), das Modell dicht zu bekommen UND die Plankenoptik zu erhalten.

    Volker
     

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